Dieses Motto beherrschte den Bundesjugendtag der DJK Sportjugend in Oberwesel, – und soll auch die Arbeit in den kommenden Monaten prägen. Auf diese zukunftsweisende Aufgabe wurden die Delegierten aus den Diözesan- und Landesverbänden eingestimmt.
Ein wichtiges Arbeitsfeld dabei ist die Prävention gegen sexuelle Gewalt, die die DJK Sportjugend federführend vorangetrieben hat. Dies gilt es weiter auszubauen und mit Modulen für die Aus- und Fortbildung zu ergänzen. Vorgestellt wurde die Weiterentwicklung der Aktion „Kinder-stark-machen (KSM)“ von einem Vereinswettbewerb mit Aktionen zu einem Siegel für nachhaltige Aktivitäten im Verein zur Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen.
Neue Wege wurden auch bei der Präsentation des sonst eher „trockenen“ Rechenschaftsberichts beschritten: Kurzweilig in Form eines Tagesschaujahresrückblicks mit „Live-Schaltungen“ zu verschiedenen „Korrespondenten“ bis hin zum Wetter („Sonnig, falls nicht draußen, so doch in unseren Herzen“) wurde das Jahr im Zeitraffer präsentiert. Dem Motto treu waren auch die Arbeitsgruppen, denn die Themen wurden durch die Delegierten eingebracht. In einer Open-Space-Variante wurden u.a. Fragen des ehrenamtlichen Engagements, Schwierigkeiten bei den Anmeldungen zu Maßnahmen, das neue KSM Verfahren intensiv diskutiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Alice Waldeit wurde in offener Wahl von den 61 Delegierten einstimmig gewählt. Die 21-jährige tritt damit, nach einem Jahr Vakanz, die Nachfolge von Astrid Markmann als Bundesjugendleiterin an. Ebenfalls einstimmig wurde Lena Jansen (DV Aachen) zu ihrer Stellvertreterin und Jette Menzel (DV Limburg) wurde als Beisitzerin gewählt. Mit diesen Ergänzungswahlen wurde die geschäftsführende Bundesjugendleitung komplettiert. Damit besteht die Bundesjugendleitung nun aus sieben gewählten und zwei beratenden Mitgliedern.
Der Nachmittag in Oberwesel mit Stadtführung und kleine sportliche Angebote zeigten, wie stark der Verein DJK Oberwesel im Ort verwurzelt ist. Die Eucharistiefeier mit vielen sportlichen Bezügen begeisterte sowohl den Zelebranten, Bischof Dr. Stephan Ackermann als auch die Delegierten und sicher auch alle Gemeindemitglieder von Liebfrauen. Wann gibt es schon mal einen Einzug unter Begleitung von Inline-Skatern. Dr. Stephan Ackermann war dies auch beim anschließenden Buffet und dem Talk mit Rainald Kauer anzumerken, er fühlte sich wohl.
Ein besonderes Novum gab es am nächsten Morgen: Konferenz und Brunch parallel. Essen und dabei tagen- oder tagen und dabei essen. Es klappt, mal sehen, ob dies bei nachfolgenden Konferenzen auch so ist. Nach einem so guten Verlauf war es selbstverständlich, dem Ausrichter, der Sportjugend des DV Trier und der DJK Oberwesel für die gute Organisation herzlich zu danken. Der Aufbruch findet statt und bis zum Bundesjugendtag 2012 in Passau gilt es, gemäß dem Motto zu handeln.
Text: Wilfired Pohler


